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NEW ! - Kristof Bilder

Unter Bildergallerie Kristof gibt es neue Bilder von unserem Kleinen!

Kristof - Operation Polypen und Paukenröhrchen am 16.03.2010

Auf Grund wiederholter Ohrenschmerzen und weil auch Flüssigkeit hinter Kristofs Trommelfell sich befand wurde eine Paukenröhrchen OP notwendig. Diese wurde am 16.03.2010 in der IATROS-Klinik München am Stieglmaierplatz durchgeführt. Der Eingriff fand am Vormittag statt und dauerte ca. 1/2 Stunde. Kristof war nach dem Aufwachen etwas schlecht gelaunt aber es dauerte nicht lang und er war wieder auf Entdeckung. Die Tram vor dem Fenster war doch weitaus interessanter als im Bett zu liegen. Seit der OP spricht Kristof lauter und er beschwert sich auch wenn z.B. der Staubsauger läuft. Er hat auch den Mund wieder mehr geschlossen und er schläft etwas besser.

Warum ist ein Eingriff notwendig?

Mit den Paukenröhrchen werden die natürlichen Druckverhältnisse im Mittelohr wiederhergestellt und dadurch ein stabiles Hörvermögen gesichert (oft in einer Phase bei Kleinkindern, die für den Spracherwerb wichtig ist). Bei Kindern mit guten Sprachleistungen kann eine gestörte Mittelohrfunktion etwas länger toleriert werden als bei sprach- und hörauffälligen Kindern, sowie Kindern mit gestörter Gesamtentwicklung. Die Verbesserung der Hörsituation mit einer Paukenröhrcheneinlage hat sich bei Nachweis einer gestörten "Jahreshörbilanz" bewährt, d.h. wenn mehr als 3 Monate pro Jahr Paukenergüsse bds. bestehen. Da die Funktionsstörung oft durch eine Verlegung der Ohrtrompete / eustachischen Röhre durch Gewebe der Rachenmandel bedingt ist, gehört zur Paukenröhrcheneinlage in der Regel auch eine Entfernung des störenden Rachenmandelgewebes (Polypen/Wucherungen) dazu.

Was ist hinterher zu beachten?

Nach einer Paukenröhrcheneinlage bestehen keinerlei Einschränkungen im täglichen Leben. Auch im Schwimmbad oder bei einem Bad im Meer dringt in der Regel kein Wasser in das Mittelohr ein, da dafür ein Wasserdruck von > 60 cm erforderlich ist. Daher dürfen Kinder auch in klarem Wasser schwimmen und oberflächlich tauchen. Es ist kein besonderer Schutz erforderlich. Bei Seifenwasser oder Wasser mit Schaumzusätzen kann eher Wasser eindringen, da diese Zusätze die Spannkraft des Wassers reduzieren. Insofern sollte bei Seifenwasser in der Badewanne und beim Haarewaschen vorsichtig vorgegangen werden. Jeder weiß, wie Seifenwasser in den Augen brennt, so kann Seifenwasser auch die Mittelohrschleimhaut reizen, die sich dann mit deutlicher Schleimproduktion wehrt und über die Paukenröhrchen die Ohren anfangen schleimig nach außen zu nässen. Daher sollten Sie Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt in der Badewanne plantschen lassen. Beim Haarewaschen genügt ein aufrechter Kopf oder Schutz durch einen Waschlappen, der auf das Ohr gehalten wird. Die Paukenröhrchen stoßen sich in der Regel von alleine ab, meist im Zeitraum von 6-18 Monaten nach der Einlage. Narben im Trommelfell entstehen selten durch Paukenröhrchen und führen normalerweise nicht zu einer Beeinträchtigung. Das Abstoßen des Paukenröhrchens sollte ärztlich ca. alle 3 Monate kontrolliert werden, da es auch gelegentlich zu Wundgewebsbildung um die Paukenröhrchen kommen kann, die mit spezielen Ohrentropfen im Frühstadium gut und schnell behandelt werden kann.

Informationen vom behandelden Arzt für die Zeit nach der OP

 

  • Eis essen,
  • am Abend ggf. Nasenspray,
  • Schmermittel bei Bedarf
  • bei Fieber mehr als 38,5 Grad - senken
  • kein Wasser ins Ohr lassen, keine Ohrstäbchen verwenden und nicht tauchen
  • keine kohlensäurehaltigen Getränke, Frucktsäfte oder Milch für 1-2 Tage nach der OP
  • Essen - eher etwas weicheres
  • blutigen Schleim ausspucken
  • wenig körperliche Belastung in den ersten 3 Tagen
  • nicht zu heiß baden
  • bei blutigen Erbrechen in die Klinik fahren ist aber sehr selten

 

Es ist also überstanden - Kristofs geht am 18.03.2010 wie in die Kinderkrippe