| Iterationsalgorithmus |
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| Geschrieben von: Michael Leidig |
5.3 Der IterationsalgorithmusDiese 3(k-2) diskretisierten Grundgleichungen ((5.2.1)-(5.2.3)), wobei k die Anzahl der Gitterpunkte ist, werden mittels eines Iterationsalgorithmus gelöst und dazu in die folgende Form gebracht: 0 = fl,i (Ψi-1,φni-1,φpi-1,Ψi,φni,φpi, Ψi+1,φni+1,φpi+1) (5.3.1)
l = 1 für die Poissongleichung, Die Lösung des Gleichungssystems erfolgt nach dem Newton- Raphson- Verfahren. An dieser Stelle erfolgt nur eine Darstellung der Grundzüge dieser Methode. Das Verfahren ist in [19] ausführlich beschrieben. Entwickelt man Gleichung (5.3.1) in eine Taylorreihe und bricht diese Entwicklung nach dem linearen Glied ab, so erhält man: (A)DC - Jacobi-Matrix, der Index DC soll verdeutlichen das es sich um das Gleichungssystem für den statischen Fall handelt. Mit:
Ψ- Potential, Nachfolgend ist der Aufbau der Jacobi-Matrix dargestellt:
Die Funktionalmatrix besteht aus einer Hauptdiagonalen h und zwei Nebendiagonalen p, s. Derartige Gleichungssysteme erlauben es, den Rechenaufwand zum Bestimmen der Unbekannten erheblich zu verringern. Die allgemeine i-te Gleichung enthält nur die Unbekannten Δφi-1, Δφi und Δφi+1. Selbst große tridiagonale Gleichungssysteme lassen sich mit dem Gaußschen Algorithmus in vertretbarer Zeit lösen. Weitergehende Ausführungen zum Lösungsalgorithmus sind in der Literatur (1) zu finden. Die Elemente der Hauptdiagonale sind die Ableitungen der drei diskretisierten Halbleitergrundgleichungen an dem jeweiligen Gitterpunkt nach dem jeweiligen Potential:
(1) H.R. Schwarz, "Numerische Mathematik", Stuttgart, Teubner Verl., 1985
Die Elemente p12, p13, p23, p32, s12, s13, s23 und s32 sind gleich Null, da in der Funktionalmatrix nur die Elemente besetzt sind, die partielle Ableitungen nach dem zentralen oder den beiden Nachbarpunkten besitzen. Man beginnt bei der Berechnung mit einem Startvektor, dessen Elemente aus der Dotierung (1) oder aus der Lösung für einen anderen Arbeitspunkt bestimmt werden können. Man setzt den Startvektor in das Gleichungssystem (5.3.2) ein und stellt es nach dem Korrekturvektor ΔφDC um. Anschließend wird dieser Korrekturvektor zur Startlösung addiert. Φ0(Ψ0,φn0,φp0) - Startvektor, Auf diesem Weg erhält man eine verbesserte Lösung, mit Hilfe derer man das ursprüngliche Gleichungssystem (5.3.1) erneut lösen kann. Dabei erhält man wieder einen Korrekturvektor. Wiederholt wird dieser Vorgang solange bis der Korrekturvektor einem Abbruchkriterium (z.B. ε< 1x10-1) genügt. (1) M. Roßberg, "Kurzbeschreibung des Bauelementesimulators HETRA1", Technische Hochschule Ilmenau, 1991 |
| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 13. Oktober 2007 um 00:00 Uhr |

(1) H.R. Schwarz, "Numerische Mathematik", Stuttgart, Teubner Verl., 1985